Im Jahr 2045 wird die Klimakrise mit ihren Begleiterscheinungen wie Wetter-extremen, andauernden Hitzeperioden oder massiven Regenfällen endgültig auch in unserer Region das neue Normal darstellen, aber Bernau hat sich rechtzeitig und langfristig darauf eingestellt und vorbereitet, weil Entscheidungen nicht nur auf kurze Sicht gefällt wurden, sondern ein langfristiger Plan entwickelt wurde.
Gesicherte, klimafreundliche Energieversorgung
Mittlerweile ist Bernau nahezu autark bei der Stromerzeugung und Wärmeversorgung, weil nach und nach viele geeignete Dächer im Gemeindegebiet mit PV-Anlagen, kombiniert mit Speichern, ausgestattet wurden und viele alte Heizungsanlagen durch moderne, leistungsfähige Wärmepumpen ersetzt worden sind. Die Bürgerenergie Chiemgau hat erheblich dazu beigetragen, indem sie ihre Mitgliederzahl erhöht und zahlreiche Dachflächen in Bernau mit modernen PV-Anlagen bestückt hat. Die Erträge hieraus fließen dann an die Bürger zurück, anstatt die Profite der großen Konzerne zu erhöhen. Ergänzend wurde Anfang der 30er Jahre eine moderne Gemeinschafts-Biogasanlage in Betrieb genommen, um organische Abfälle und überschüssige Gülle in Strom und Wärme umzuwandeln und so flexibel auf sonnenarme Phasen reagieren zu können. Insgesamt eine Win-Win-Situation.
Resilient gegen Klimaveränderungen
Weil die geeigneten Gemeindeflächen nach und nach mit Bäumen, Sträuchern und insektenfreundlichen Stauden bepflanzt wurden, ist Bernau heute eine grüne Oase und ein Paradies für Insekten und Vögel. Auch in längeren Hitzeperioden bleibt das Klima im Ort erträglich und stärkere Niederschläge werden von der Vegetation aufgenommen, anstatt die Kanalisation zu überlasten und Keller zu fluten. Beigetragen dazu hat auch, dass bei Neubau-Projekten strikt auf die Vermeidung von flächendeckender Versiegelung und auf die Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern geachtet wurde und die Bäche wieder in einen naturnahen Zustand versetzt wurden.
Tourismus als Einnahmequelle
Ein angenehmer wirtschaftlicher Nebeneffekt dieser Entwicklung besteht darin, dass Bernau als Urlaubsort mit seiner idealen Lage am See und an den Bergen immer attraktiver geworden ist, da der Süden Europas mittlerweile im Hochsommer zu unwirtlich ist. Die Landwirte im Ortsgebiet profitieren von dieser Entwicklung ebenfalls mit dem Angebot von Ferien auf dem Bauernhof und Stellplätzen für Wohnmobile. So sind neue Arbeitsplätze und Einkommen im Ort entstanden und Bernau gilt heute als Vorbild für die Entwicklung von Mobilität im ländlichen Raum und den sanften Tourismus.
Um die Belastung durch den Individualverkehr, auch durch Tourismus, zu reduzieren, hat die Gemeinde konsequent auf verkehrsberuhigende Maßnahmen und Angebote alternativer Mobilität wie Bahn-Anreise, Carsharing, Leihfahrräder und Rufbus gesetzt. Natürlich kann Bernau sich nicht von der allgemeinen Entwicklung abkoppeln, aber dadurch, dass Bürger, Kommunalpolitik und Verwaltung gemeinsam an der Entwicklung der Gemeinde gearbeitet haben, wurde vieles abgefedert und abgemildert, was andernorts zu großen Problemen geführt hat. Eine erfreuliche Folge dieses gemeinsamen Bemühens um Lösungen ist, dass die Lebenszufriedenheit und Identifikation der Bürger mit dem Ort sehr hoch sind. Ein reges Gemeindeleben und viele gemeinsame Feste zeugen davon.

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